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	<title>Wasserwald &#187; Zeitgeschichte</title>
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	<description>Gemeinsamer Blog von Biohotel Daberer**** &#38; Sonnleitner&#039;ss</description>
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		<title>Die Pfarrkirche in Kötschach &#8211; der &#8220;Gailtaler Dom&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 23 May 2011 09:46:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur - ein Tal mit Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://www.wasserwald.at/kirche-koetschach-gailtal/" class="liinternal liimagelink"><img align="left" hspace="5" width="150" height="150" src="http://www.wasserwald.at/wp-content/uploads/2011/05/220px-Koetschach_Hauptplatz_Brunnen_01-200x200.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="der Brunnen am Hauptplatz in Kötschach - im Hintergrund die Sonnenuhr an der Kirchenwand" title="Kötschacher Kirche mit Brunnen" /></a>Nein, dass ich besonders religiös wäre, kann man nicht sagen. Was mich aber schon fasziniert ist, wie sehr das Christentum unsere Gesellschaft und unsere Kultur geprägt haben. Der deutlichste Ausdruck davon sind sicherlich die vielen Kirchen. Und eine der wichtigsten im Gailtal ist die Pfarrkirche &#8220;Unsere liebe Frau&#8221; in Kötschach. Sie wird aufgrund ihrer beeindruckenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, dass ich besonders religiös wäre, kann man nicht sagen. Was mich aber schon fasziniert ist, wie sehr das Christentum unsere Gesellschaft und unsere Kultur geprägt haben. Der deutlichste Ausdruck davon sind sicherlich die vielen Kirchen. Und eine der wichtigsten im Gailtal ist die Pfarrkirche &#8220;Unsere liebe Frau&#8221; in Kötschach. </p>
<p><a href="http://www.wasserwald.at/kirche-koetschach-gailtal/220px-koetschach_hauptplatz_brunnen_01/" rel="attachment wp-att-3623" class="liinternal liimagelink"><img src="http://www.wasserwald.at/wp-content/uploads/2011/05/220px-Koetschach_Hauptplatz_Brunnen_01.jpg" alt="der Brunnen am Hauptplatz in Kötschach - im Hintergrund die Sonnenuhr an der Kirchenwand" title="Kötschacher Kirche mit Brunnen" width="440" height="588" class="alignnone size-full wp-image-3623" /></a></p>
<p>Sie wird aufgrund ihrer beeindruckenden Architektur oft auch der &#8220;Gailtaler Dom&#8221; genannt. Dabei gibt sie von außen gar nicht soviel her &#8211; das Gebäude wirkt eher gedrungen und etwas schwer. Nicht so ganz das nach oben strebende, filigrane Bauwerk, das man von anderen großen Kirchen kennt. Das liegt allerdings daran, dass zahlreiche Vermurungen und Hochwässer das Niveau um die Kirche bedeutend angehoben haben. Während sie vorher auf einer Erhöhung stand, steigt man heute ins Kirchenschiff sogar hinunter! Der rote Sandsteinsockel ist fast zur Gänze verschwunden.</p>
<p>Besonders bekannt ist der Gailtaler Dom für sein Gewölberippenwerk. Es dient rein der Verzierung und bildet ein schlingpflanzenähnliches Muster. Die Gewölberippen enden dabei in symbolträchtigen, auf Christus verweisenden Formen: Lilien, Weintrauben und Weinlaub, Vergißmeinnicht. </p>
<p>Entstanden ist dieses Meisterwerk im Zuge eines großen Umbaus im 16. Jahrhundert. Das damalige Herschaftsgeschlecht beauftragte damit den Baumeister Bartolomäus Firtaler. Vermutlich dauerte dieses Unterfangen von 1518 &#8211; 1527. Fest steht, dass die Kirchweihe 1542 durchgeführt wurde. Ich frage mich zwar, was man dann in der Zwischenzeit gemacht hat &#8211; sind ja immerhin 15 Jahre &#8211; aber das konnte ich nicht herausfinden &#8230;</p>
<p>Zumindest ein Teil des Vorgängerbaus wurde in den Umbau mit einbezogen, dafür sprechen ein spätgotisches Fresko an der Chornordwand, das auf 1499 datiert ist, und die Tatsache, dass das südliche Seitenschiff etwas schmäler ist als das südliche. Das ist sich wohl mit den bestehenden Strukturen nicht anders ausgegangen. </p>
<p>Die Ausmaße der Kirche sind insgesamt schon sehr beeindruckend. Sie mißt immerhin 40 m in der Länge, 16 m in der Breite und 15,5 m in der Höhe. Das hatte im 17. Jahrhundert schon den Villacher Archdiakon beeindruckt. Und das tut es auch heute noch, wenn man eintritt. </p>
<p>Dominiert wird der erste Eindruck sicher vom Hochaltar, das ist ja auch der Sinn der Sache. Er wurde in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts geschaffen. Das ältere Gnadenbild, eine bekleidete und gekrönte schwarze Muttergottes mit dem Jesuskind, wurde dabei mit einbezogen. Neben dem Gnadenbild stehen die lebensgroßen Figuren der lateinischen Kirchenväter, links Papst Gregor der Große, recht der hl. Hieroniymus, außen am Altar der hl. Augustinus und der hl. Ambrosius. Übrigens: lebensgroß &#8211; ist das nicht der Wahnsinn &#8211; hätte ich nicht gedacht! Und eine schwarze Madonna &#8211; die sind ja auch total faszinierend, wer hätte gedacht, das es bei uns sowas gibt <img src='http://www.wasserwald.at/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Im Presbyterium befinden sich noch zwei weitere Altäre. Das ist übrigens der Raum vor und um den Altar herum. Weiß nicht, ob das allgemein bekannt ist und nur ich das nicht wusste &#8230; <img src='http://www.wasserwald.at/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /><br />
Der Rosenkranzaltar auf der rechten Seite zeigt im Altarbild maria als Rosenkranzkönigin. Was das bedeutet, hab ich leider nicht so genau verstanden, kann das jemand erklären?<br />
In jedem Fall zeigen 15 Medaillons die 15 Geheimnisse des Rosenkranzes. Der Tabernakel trägt eine barocke Statue der Rosenkranzkönigin, über den beiden Reliquienschreinen stehen die Statuen der hl. Katharina von Siena un des hl. Dominikus. Die wichtigste Reliquie ist dabei ein am Kreuznagel der kaiserlichen Schatzkammen in Wien angerührter Nagel. Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen &#8211; ein bisschen lustig ist das schon <img src='http://www.wasserwald.at/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Das Bild des gegenüberliegenden Altares zeigt, wie die Gottesmutter dem hl. Antonius von Padua das Jesuskind und dem seligen Joachim von Siena eine Lilie überreicht. In der Predella, das ist unter dem Altarbild, befindet sich eine figürliche Darstellung der hl. Mutter Anna, die Maria unterrichtet. Beide Figuren tragen Haarperücken! Die Figur auf dem Tabernakel stellt den hl. Josef mit dem Jesuskind, die Büsten beiderseits die hll. Zacharias und Elisabeth da. </p>
<p>Außerdem gibt es in den Seitenschiffen noch den Peregrinusaltar (linkes Seitenschiff) und den Schmerzensaltar (rechtes Seitenschiff). Der hl. Peregrin war Servitenpater. Die Serviten waren bis 1979 in Kötschach &#8220;stationiert&#8221; und führten die Kirche. Die Legende berichtet, dass Peregrin sich durch strenge Bußübungen ein schweres Fußleiden zuzog, das in der Ncht vor der Amputation des Beines auf wunderbare Weise geheilt wurde. Der Servitenpater ist als Wachsfigur mit einem wirklichen Ordenshabt in einen Schrein dargestellt. Christus neigt sich vom Kreuz herunter dem Heiligen zu, während ein Putto Peregrins Verband am Fuß löst. Dieser Altar wurde von zwei Servietenfratern geschaffen.</p>
<p>Der Schöpfer des reich verzierten Schmerzensaltars ist allerdings nicht bekannt. Fest steht, dass ein päpstliches Privileg es den Serviten erlaubte, in ihren Kirchen <strong>täglich</strong> eine Andacht zur Schmerzhaften Muttergottes abzuhalten, <strong>bei der alle teilnehmenden Gläubigen einen vollkommenen Ablass erwerben konnten</strong>. Wow, nicht schlecht! Im Jahr 1726 wandte sich deshalb der Kötschacher Prior mit der Bitte um finanzielle Unterstützung zur Errichtung dieses Altares an den Fürsten von Porcia. Und wie man sieht war er erfolgreich. Das Zentrum des Altares bildet eine Pietà-Darstellung, die von zahlreichen Engeln und Engelsköpfen umrahmt ist. Diese tragen teilweise Leidenswerkzeuge und teilweise Schilde mit Passionsszenen.</p>
<p>&#8220;Insgesamt ist das Kötschacher Gotteshaus ein großartiges Zeugnis der Verehrung der Gottesmutter durch viele Jahrhunderte und ein Denkmal für die Ordensgemeinschaft der Serviten, die im Dienst und in der Nachfolge Mariens nicht nur selbst segensreich wirkten, sondern auch viele Menschen anleiteten, Trost und Hilfe in der Fürbitte der Gottesmutter zu suchen und zu finden&#8221; (Kötschach, Pfarrkirche &#8220;Unsere liebe Frau&#8221;, Christliche Kunststätten Österreichs &#8211; dieses äußert interessante Büchlein gibt&#8217;s übrigens um € 3.00 in der Kirche selbst zu kaufen). </p>
<p>Ein Besuch lohnt sich!</p>
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		<title>Die Pfarrkirche St. Daniel</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 19:01:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marianne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur - ein Tal mit Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gailtal]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://www.wasserwald.at/gailtal-tipps-pfarrkirche-st-daniel/" class="liinternal liimagelink"><img align="left" hspace="5" width="150" src="http://www.wasserwald.at/wp-content/uploads/2010/06/Die-Pfarrkirche-St.-Daniel-600x450.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="Die Pfarrkirche St. Daniel" /></a>Waren Sie schon einmal in St. Daniel? Wenn ja dann kennen Sie ihn sicher &#8211; den roten Zwiebelturm der Pfarrkirche St. Daniel. Für viele DAS Wahrzeichen von St. Daniel. Egal von welcher Richtung man kommt, der Turm ist schon von Weitem sichtbar und somit ist auch die Pfarrkirche St. Daniel kaum zu übersehen. Es ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Waren Sie schon einmal in St. Daniel? Wenn ja dann kennen Sie ihn sicher &#8211; den roten Zwiebelturm der Pfarrkirche St. Daniel. Für viele DAS Wahrzeichen von St. Daniel. Egal von welcher Richtung man kommt, der Turm ist schon von Weitem sichtbar und somit ist auch die Pfarrkirche St. Daniel kaum zu übersehen. Es ist also an der Zeit die altehrwürdige &#8220;Dame&#8221; auch hier einmal vorzustellen. Sie hat eine über tausend Jahre alte Geschichte. Wenn Sie Lust und Laune haben erzähle ich Ihnen heute ein bißchen mehr davon. </p>
<p><a href="http://www.wasserwald.at/gailtal-tipps-pfarrkirche-st-daniel/die-pfarrkirche-st-daniel/" rel="attachment wp-att-2352" class="liinternal liimagelink"><img src="http://www.wasserwald.at/wp-content/uploads/2010/06/Die-Pfarrkirche-St.-Daniel-600x450.jpg" alt="" title="Die Pfarrkirche St. Daniel" width="600" height="450" class="alignnone size-medium wp-image-2352" /></a></p>
<p>Gegründet wurde die Kirche vermutlich im 9. Jahrhundert &#8211; als Eigenkirche der Patriarchen von Aquileia. Um 1100 erwuchs daraus dann die Mutterpfarre für das Gail- &#038; Lesachtal. (St. Daniel wird von den Einheimischen auch heute noch &#8220;Pfarre&#8221; oder &#8220;Pforre&#8221; genannt bzw. die St. Danieler heißen umgangssprachlich auch &#8220;Pforrna&#8221;.)</p>
<p>Archäologische Grabungen im Jahr 2003 haben die Überreste von 4 Vorgängerkirchen ans Tageslicht gebracht. Der erste Bau war eine nicht weiter untergliederte Rechteckskirche im Steinbau &#8211; ohne Sakristei &#038; Kirchturm. Ihr Bestand wird etwas von 800 bis 950 vermutet. Die Forscher gehen davon aus, dass sie als Eigenkirche des Patriarchen von Aquileia gegründet wurde. In weiterer Folge wurde diese Saalkirche um einen Chor (=Altarbereich) erweitert (ca. 950 &#8211; 1100). Das kann als 2 Vorgängerkirche angesehen werden. </p>
<p>Kirche Nummer 3 war ein völliger Neubau &#8211; eine Saalkirche mit Rundapsis und flacher Holzdecke &#8211; aber immer noch ohne Sakristei und Turm. Der Kirchenraum wurde im Vergleich zu den Vorgängerkirchen erheblich vergrößert. Zeitlich ist diese Kirche in die Zeit 1100 bis 1250 einzuordnen. Auch die folgende Kirche Nummer 4 (1250 &#8211; 1485) im spätgotischen Stil war ein Neubau &#8211; diesmal nochmals um einiges größer und erstmals mit Kirchturm. Der mächtige Turm bis in Höhe der dreigeteilten Schallfenster ist bis heute erhalten geblieben. Es gab noch keinen Zwiebelturm. Man geht davon aus, dass ein einfaches Satteldach den Abschluss bildete. </p>
<p>Am Jahr 1478 wurde die Kirche von den Türken zerstört oder zumindest schwer beschädigt. Davon zeugt noch eine Inschrift, die über dem Eingangstor im Westen der Kirche angebracht ist. Nach der zumindest teilweisen Zerstörung wurde die Kirche wieder aufgebaut, dabei wurden große Teile der Vorgängerkirche verwendet bzw. stilistisch umgearbeitet. (= heutige Kirche = Kirche Nummer 5). </p>
<p>Diese bis zum heutigen Tag erhaltene Kirche ist 30 Meter lang und 10 Meter breit. Beim Betreten der Kirche durchschreitet man das spitzbogige, spätgotische Westtor. Bemerkenswert sind dabei die gotischen Eisenbeschläge der alten Eichentüre. Sie sind innen an der Westwand zur Ansicht angebracht. Die Decke ziert ein Netzrippengewölbe mit Rankwerk und Schusssteinen. Die Schlusssteine sind sowohl rund als auch quadratisch und sind mit Apostelbildern sowie Wappen bemalt. Die rötliche Bänderung der Bündelpfeiler und das Rankwerk wurden erst im Laufe des 16. Jahrhunderts aufgebracht. Diese Gestaltung verleiht der Kirche einen lieblichen Charakter. </p>
<p>An der Südseite der Kirche befindet sich die Sakristei. An ihrer Außenwand ist ein römischer Grabstein eingelassen. Ebenfalls an der Südseite findet man eine Darstellung des Weltgerichts von Urban Görtschacher aus der Zeit von 1510/1515. </p>
<p><a href="http://www.wasserwald.at/gailtal-tipps-pfarrkirche-st-daniel/fresko/" rel="attachment wp-att-2353" class="liinternal liimagelink"><img src="http://www.wasserwald.at/wp-content/uploads/2010/06/Fresko-600x450.jpg" alt="" title="Fresko" width="600" height="450" class="alignnone size-medium wp-image-2353" /></a></p>
<p>In der ausgehenden Barockzeit zwischen 1764 und 1784 erfuhr die Kirche abermals bauliche Veränderungen. Aus dieser Zeit datiert zB der Zwiebelhelm des Turms. Ebenfalls wurde an der Südseite eine zweigeschossige Sakristei angebaut. Der Altarraum wurde barockisiert. Bedauerlicherweise fehlt der damals entstandene Farbschmuck im Altarraum heute gänzlich, da er durch einen Einsturz der Turmspitze zu Beginn des 19. Jahrhunderts zerstört wurde und anschließend nur mehr mit sehr einfachen Mitteln barockisiert wurde. Das noch heute erhaltene Taufbecken sowie der holzgeschnitzte Schmerzensmann stammen aus dem 17. Jahrhundert.</p>
<p>Ich hoffe ich konnte Ihnen damit einen Überblick über die Geschichte der Danielskirche in St. Daniel geben. Sind Sie geschichtlich interessiert und möchten Sie mehr dazu lesen. Dann empfehle ich Ihnen das Buch &#8220;St. Daniel, zur Geschichte der ältesten Pfarre im oberen Gailtal und Lesachtal&#8221; (ISBN 3-902128-36-4)</p>
<p>Sie wollen die Kirche besichtigen? Ausserhalb der Gottesdienstzeiten ist die Kirche verschlossen. Den Schlüssel erhalten Sie im Pfarrhof direkt hinter der Kirche. </p>
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		<title>Sonderausstellung &#8220;Die Bosniaken kommen&#8221;</title>
		<link>http://www.wasserwald.at/museum-1915-1918-kotschach-mauthen-gailtal-kultur/</link>
		<comments>http://www.wasserwald.at/museum-1915-1918-kotschach-mauthen-gailtal-kultur/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 19 May 2010 15:11:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur - ein Tal mit Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Geheimtipps]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://www.wasserwald.at/museum-1915-1918-kotschach-mauthen-gailtal-kultur/" class="liinternal liimagelink"><img align="left" hspace="5" width="150" height="150" src="http://www.wasserwald.at/wp-content/uploads/2010/05/Bosniaken-200x200.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="Bosniaken" /></a>Am 15. Mai wurde im &#8220;Museum 1915 &#8211; 1918&#8243; die Sonderausstellung &#8220;Die Bosniaken kommen&#8221; eröffnet. Es geht dabei um die sogenannten &#8220;Bosniaken&#8221;, also Männer aus Bosnien-Herzegovina, in der österreichisch-ungarischen Armee. Das Land wurde 1878 okkupiert und später auch annexiert &#8211; wenn ich das richtig verstanden habe, bedeutet das, dass es mit der Annexion auch &#8220;offizieller&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 15. Mai wurde im &#8220;Museum 1915 &#8211; 1918&#8243; die Sonderausstellung &#8220;Die Bosniaken kommen&#8221; eröffnet. Es geht dabei um die sogenannten &#8220;Bosniaken&#8221;, also Männer aus Bosnien-Herzegovina, in der österreichisch-ungarischen Armee. Das Land wurde 1878 okkupiert und später auch annexiert &#8211; wenn ich das richtig verstanden habe, bedeutet das, dass es mit der Annexion auch &#8220;offizieller&#8221; Bestandteil der österreichisch-ungarischen Monarchie wurde. In der Zeit bis 1918 waren also auch die Bosnier zum Dienst in der k.u.k-Armee verpflichtet. </p>
<p><a href="http://www.wasserwald.at/museum-1915-1918-kotschach-mauthen-gailtal-kultur/bosniaken/" rel="attachment wp-att-1964" class="liinternal liimagelink"><img src="http://www.wasserwald.at/wp-content/uploads/2010/05/Bosniaken.jpg" alt="" title="Bosniaken" width="424" height="318" class="alignnone size-full wp-image-1964" /></a></p>
<p>Die Gründe, warum sie aus dem &#8220;Vielvölkerheer&#8221; noch so lebhaft in Erinnerung sind, ist wohl einerseits die Tatsache, dass sie als besonders tapfere Truppe galten und andererseit ihre Uniformierung, die ihnen ein &#8220;orientalisches&#8221;, fremdländisches Flair verlieh. Das scheint den Menschen wohl recht lebhaft in Erinnerung geblieben zu sein. Außerdem waren sie so, eindeutig als Angehörige nicht nur des Militärs sondern eben der &#8220;Bosniaken&#8221; zu identifizieren. Zu ihrer Uniform gehörten nämlich der Fez als Kopfbedeckung sowie weite &#8220;orientalische&#8221; Hosen. (Was ich noch nicht ganz verstanden habe, ist, warum man sich zu dieser besonderen Form der Uniform entschieden hat. Das würde mich noch interessieren!)</p>
<p>Die Ausstellung behandelt die politischen Hintergründe der Annexion, das Leben der verschiedenen Volksgruppen Bosnien-Herzegovinas, die Ausrüstung und Stationierung der verschiedenen bosnischen Truppenteile, sowie die Situation im 1. Weltkrieg. Besonderes Augenmerk wird dabei auch auf die Uniformen gelegt, da die so einen wichtigen Anteil am besonderen Status der Bosniaken hatten. </p>
<p>Das zusammengetragene Material ist sehr umfangreich, man sollte also etwas Zeit mitbringen. Ich persönliche liebe allerdings die Beschäftigung mit Details, da man dabei immer einen tieferen Einblick und einen besseren Überblick in und über Dinge bekommt, die man sonst nur in der Schule &#8211; anhand von Jahreszahlen recht abstrakt &#8211; erlernt hat. So ging&#8217;s mir bei dieser Ausstellung auch. Immer wieder wurden mir Dinge bewußt, die ich entweder noch nicht bedacht oder nicht gewußt hatte. Spannende Sache!</p>
<p>Ich muß allerdings auch daraufhinweisen, dass die Ausstellung schon sehr viel Konzentration und Aufmerksamkeit erfordert. Es fehlt so ein bisschen die Führung oder der rote Faden, man muß also sehr viele Verbindungen und Zusammenhänge im Kopf herstellen. Vielleicht ist das ja aber auch so gewollt, damit man sich nicht nur berieseln läßt, wer weiß!</p>
<p>Auf alle Fälle würd&#8217; ich das jedem empfehlen, der ein bisschen Interesse an Zeitgeschichte hat. Was da an Wissen und Dingen zusammengetragen wurde, ist echt beeindruckend!</p>
<p>Hier gehts für die <a href="http://www.dolomitenfreunde.at/" target="_blank" class="liexternal">Öffnungszeiten</a> zur Homepage des Museums.  </p>
<p>Und noch ein paar Fotos gibt&#8217;s <a href="http://www.flickr.com/photos/wasserwald/sets/72157624094177680/" target="_blank" class="liexternal">hier</a> &#8211; ein paar Impressionen <img src='http://www.wasserwald.at/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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