Stefanie’s Hexenküche

Geschrieben von Stefanie am 30. Mai 2009

Ich hab ja – an dieser Stelle – vor einiger Zeit angekündigt 2 Selbstversuche mit Tees aus dem Buch “Chinesische Medizin für den Alltag” starten zu wollen.

vor etwa zwei Wochen hab ich damit begonnen. Der erste ist der sogenannte “Astragalus-Tee”:

15 g Radix astragali und 2 g Cortex cinnamomi

Das wird 25 min lang in 2 Liter Wasser gekocht (wenn’s kocht nur köcheln lassen sonst geht zuviel Flüssigkeit verloren). Diese 2 Liter dann über den Tag verteilt trinken. soll man dann für 4 Wochen machen.

Der Astragalus-Tee fördert die Leichtigkeit im Leben und stärkt das Immunsystem – und sowohl das eine wie das andere kann ich im Moment brauchen.

Wie gesagt, ich mach das jetzt seit ca. 2 Wochen – is also fast Halbzeit. Muss sagen ich fühl mich wirklich gut. Entspannung und abschalten können – damit hatte ich ja so meine Probleme. Momentan gelingt mir das immer besser. Außerdem fühle ich mich nicht mehr so getrieben, wie das sonst oft der Fall war. Zum momentanen Zeitpunkt kann ich diesen Teil des Experiments also als vollen Erfolg bezeichnen.

Der Tee schmeckt auch gar nicht schlecht. Ganz anders als alles, was ich sonst so kenne, aber gut. Cortex cinnamomi ist ja Ceylon-Zimt – gibt dem ganzen eine also eine leicht zimtige Note. Radix astragali schmeckt ziemlich erdig, is aber auch klar – das Rezept ist ja insgesamt für das Element Erde gedacht. Wonach soll’s also sonst auch schmecken :-)

Der zweite Tee war für mich fast noch spannender und eine ziemliche Herausforderung. Er nennt sich “Tee der Göttin Guanyin”. Er gleicht aus, beruhigt, wirkt sich positiv auf den Blutzuckerspiegel aus und besteht aus:

200g schwarzer Sesam, 200 g getrocknete Yamswurzel, 200 g weißer thailändische Reis, 200 g Lotuswurzelstärke und 3 El brauner Zucker

Sesam, Yamswurzel und Reis werden ganz trocken geröstet und müssen danach HÄNDISCH (im Mörser) ganz fein gemahlen werden. Danach werden sie mit der Lotuswurzelstärke und dem braunen Zucker vermischt. 3 El dieser Mischung dann einfach mit heißem Wasser übergießen und genießen!

Die Zubereitung alleine ist dabei ja schon ein Erlebnis. Das Rösten geht eigentlich ganz gut, auch wenn man unbedingt darauf achten muß die Zutaten sehr trocken zu rösten, damit man sie dann gut mahlen kann. Außerdem sind sie dann länger haltbar.

Das Mörsern ist dann eine ziemliche Aufgabe. Das dauert! Und laut meiner 5-Elemente-Lehrerin, Susanne Peroutka von der Wiener Schule für Traditionelle Chinesische Medizin, darf man Heilnahrung nicht mixen. Damit bringt man nämlich Wind hinein, und Wind ist in der TCM “das Pferd, auf dem die Dämonen (Krankheiten) heranreiten”. Und das will man ja nicht. Also heißt’s wie in der guten alten Zeit Hand anlegen. Glücklicherweise hab ich von meiner Schwester Sophie mal einen richtig großen, guten Mörser bekommen, anders wär das eh nicht zu schaffen gewesen. Aber ich muss sagen, es hat echt Spass gemacht. Ich hab halt drei Tage lang in jeder freien Minute gemörsert und wieder ausgesiebt und wieder gemörsert. Ich bin auch draufgekommen, dass ich nächstes Mal den Reis getrennt von den anderen Zutaten mörsern werde, das geht dann deutlich besser.

Heute bin ich fertig geworden. Und so schaut das Pulver dann aus.

Wenn man das dann mit Wasser aufgießt wird der Tee total dunkelgrau – fast schwarz. Aber auf ganz andere – geheimnisvollere Art – als Kaffee. Und auch der schmeckt mir sehr, sehr gut. Der geröstete Sesam gibt dem ganzen ein echt feines, leicht süßliches Aroma, das durch den kleinen Zuckeranteil noch verstärkt wird.

Für mich auch auch super-schnelles Frühstück (wär’ sicher auch was für Marianne :-) ). Der Tee hat ja durch die Yamswurzel und den Reis doch etwas mehr Substanz als unsere Tees. Bin total begeistert.

In bezug auf die Langzeitwirkung muss ich da noch weiterforschen. Hab den “Tee der Göttin Guanyin” ja erst zweimal getrunken. :-) Aber ich werd weiter darüber berichten.

PS: Die Zutaten hab ich übrigens bei der “Apotheke zum Lebensbaum” (www.apotheke-lebensbaum.at) bestellt. Die waren super-freundlich und hatten alles bis auf den Thai-Reis, den ich dann einfach im Asia-Shop besorgt hab und die Lotuswurzelstärke, die kennt irgendwie niemand – war auch im Internet nicht zu finden, also hab ich sie einfach weggelassen.

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5 Antworten auf diesen Beitrag to “Stefanie’s Hexenküche”

  1. Gabriele sagt:

    Hallo, es würde mich interessieren, wie die Langzeitwirkung des “Tee der Göttin Guanyin” ist. Danke und lg, Gabriele

  2. Stef sagt:

    der is super, allein schon deshalb, weil man damit ein leicht herzustellendes warmes Frühstück hat – wenn man den tee mal fertig hat :-) gibt auch super viel kraft!

  3. Vera sagt:

    Ich habe die Lotuswurzelstärke in einem Asia-Supermarkt beim Naschmarkt in Wien gekauft unter Oufen bzw. “Edes lotusz por” (200g Pkg.) Es steht neben den chines. Zeichen der Name auf ungarisch, da das Produkt von Ungarn her importiert wird. Aber unter Oufen weiss der Geschäftsinhaber was gemeint ist. LG V.

    • Stefanie Sonnleitner sagt:

      Vielen Dank für den Hinweis. Bei der “Apotheke zum Lebensbaum” hatte es nämlich auch mit Oufen nicht funktioniert.

    • Ines sagt:

      @Vera Kannst Du das genauer schreiben, mit Namen und Tel.Nr des Ladens? Ich weiß nicht was ich falsch mache, aber hier habe ich schon 20 Läden abgeklappert und niemand hat davon gehört. Vielleicht verschickt der Laden ja auch nach Deutschland. Ines

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