Spargel, das königliche Gemüse

Geschrieben von Stefanie am 1. Mai 2010

Ein weiterer Frühlingsbote auf dem Teller – neben dem Rhabarber, den ich ja vor kurzem behandelt habe ist natürlich der Spargel. Von Mitte April an gibt’s ihn quasi überall und “alle” wollen ihn haben. Er ist der Inbegriff des Frühlings und auch der Frühlingsgefühle :-) Spargel wird vielfach sogar als “Frühlingsluft in Stangen” und “essbares Elfenbein” bezeichnet.

Dabei macht vermutlich einerseits sein einzigartiger Geschmack aber andererseits auch die streng begrenzte zeitliche Verfügbarkeit seine Beliebtheit aus. Spargel wird nämlich – wie auch der Rhabarber – nur bis Johannis, also bis zum 24. Juni geerntet. Da er auch erst gegen Ende April überhaupt verfügbar ist, kommt manchen die Zeit schon arg kurz vor :-)

Bevor wir zum Wesentlichen – einem tollen Spargelrezept :-) – kommen, ein paar grundsätzliche Worte zum Kochen von Spargel. Wenn man ihn einfach in Wasser kochen und dann mit Butter, Sauce hollandaise oder was auch immer, servieren will, sollte man meiner Meinung nach nicht viel Aufhebens darum machen. Ich finde es nicht nötig etwa ein Spargelsieb zu kaufen, das Geld können Sie sich sparen. Einfach in viel Salzwasser kochen, auch nicht zusammenbinden – einfach rein damit :-) . Er braucht auch keinen Zucker oder kein Weißbrot, heutzutage hat der Spargel eh viel weniger Bitterstoffe. Dicken weißen Spargel kochen wir 8 – 9 minuten, dünneren, grünen so um die 6 Minuten.

Weißen Spargel zur Gänze schälen, dabei darauf achten, dass man die Spitzen nicht beschädigt. Ob man ihn dabei von oben nach unten oder umgekehrt schält, muss man denke ich selbst herausfinden – ganz einfach, wie’s für Sie am besten geht. Beim grünen werden nur die Enden geschält. In beiden Fällen schneiden wir die Enden nicht ab, sondern brechen sie, dabei bricht der Spargel dann genau an der richtigen Stelle, so dass man keine holzigen Teile dabei hat.

Und zu guter Letzt noch ein Hinweis auf die Wirkungsweise des Spargels in unserem Körper. Wie alle wichtigen Frühlingskräuter und -gemüse wirkt Spargel entwässernd und ausleitenden, auch hier dient das wieder dazu, Schlacken, die sich durch die deftige Winterernährung angesammelt haben, zu beseitigen. Also ruhig kräftig zulangen – natürlich nur, wenn man kein Nierenleiden hat!

Jetzt aber zum Wichtigsten – einem weiteren tollen Spargelrezept, eins hab ich ja schon beim Rhabarber preisgegeben :-) . Dieses hier habe ich aus einem Jamie-Oliver-Kochbuch, wir haben das jetzt schon bei vielen Seminaren ausprobiert und es kommt immer super an. Außerdem ist es gut vorzubereiten, sodass man bei der Fertigstellung wenig Arbeit hat. Das ist ein wichtiger Punkt, wenn man Gäste hat, damit man nicht die ganze Zeit in der Küche verbringen muss!

Grüner Spargel mit Sardellen, Chili und Zitrone: (geht aber auch mit weißem!)

12 Stangen grüner Spargel
1 EL Olivenöl
1 TL Zucker

5 Sardellenfilets
80 g Butter
1 kleine Chilischote, gehackt
wenig Zitronenschale
Saft von einer Zitrone
Weißer Pfeffer

Spargel nur an den Enden schälen (den weißen aber ganz schälen!), in 4 cm große, schräge Stücke schneiden und in Olivenöl mit Zucker und wenig Wasser weichdünsten.

Sardellenfilets hacken, mit den Zutaten bis weißer Pfeffer abmischen (mach ich gerne in der Küchenmaschine, das funktioniert gut) und kalt stellen. Wenn der Spargel gar ist, mit der Chili-Zitronenbutter glasieren.

Wirklich ein tolles – und dabei so einfaches Gericht, damit ernten Sie sicher Applaus bei Ihren Gästen, und ganz uneitel ist man ja auch nicht, oder ;-)

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2 Antworten auf diesen Beitrag to “Spargel, das königliche Gemüse”

  1. Sophie Ranner sagt:

    Ja, wie gesagt, bei mir gab’s heute die Rotwein-Eier und die Heurigen dazu. Und ich hab (ich hoffe, ich habe damit keinen kulinarischen faux-pas begangen) noch Koriander drüber gestreut, weil das unser absolutes Lieblingskraut ist!
    Und es schmeckte unglaublich gut!!

    Ich probier das mit den Sardellen und dem Chili auch einmal.
    Schade, dass ich heuer nie zum Röhrlsalat gekommen bin… Wär ja so einfach, am Heimweg einen mitzunehmen aber die Nachbarn würden sich sehr wundern…

  2. Stefanie sagt:

    oooooooooooh, das klingt echt total lecker. Koriander als Kraut? klingt super! wenn’s gut geschmeckt hat, kann’s auch kein so großer kulinarischer faux-pas gewesen sein :-)
    mit Sardellen und Chili – das ist echt meine absolute Lieblingsvariante, auch da würden frische Kräuter – wie Koriander – sicher nicht schaden.

    Das mit dem Röhrlsalat hab ich mir heuer auch ein paar mal gedacht, ist ja echt nicht schwer zu finden, aber im entscheidenden Moment fühl ich mich dann immer beobachtet und mach’s dann doch wieder nicht. vielleicht wird das mit zunehmenden Alter noch besser, kommt ja manchmal vor :-)

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