Genaugenommen versteht man ja unter einem Sommerrezept eher was leichtes – nicht belastend und eher wohl kalt. Salate sind da ja immer der Klassiker. Vermutlich denkt man dabei nicht unbedingt an eine Suppe – schon gar keine Suppe aus Hülsenfrüchten. Dennoch ist diese Kombination für mich beinahe untrennbar mit dem Sommer verbunden. Kichererbsen als Innbegriff der orientalischen Küche, Rosmarin aus dem Mittelmeerraum und Lardo, der wunderbare weiße Speck aus der Toskana.
Bei der Zubereitung werden die Speckstücke unter anderem mit Pfeffer, Zimt, Nelken, Salbei, Rosmarin und Knoblauch gewürzt und reifen traditionell in Trögen aus glattem Marmor, die zuvor mit Knoblauch ausgerieben wurden. Der Lardo reift dann in den Marmorbecken, wird mit einem Deckel verschlossen und mit einem Gewicht beschwert, bis der Speck nach einer längeren Reifezeit zwischen sechs und vierundzwanzig Monaten fertig ist. Sie genießen den Lardo am Besten hauchdünn geschnitten mit ein wenig getoastetem Schwarzbrot und frischen Tomaten oder aber als Zutat in dieser Suppe.
Dazu braucht man:
gekochte Kichererbsen
gehackte Zwiebeln
frischen, gehackten Rosmarin
würfelig geschnittenen Lardo (“gscheit Lardo” – pflegt meine Mutter zu sagen, will heißen ja nicht zu wenig, ruhig ordentlich zugreifen)
und Hühnersuppe
Den Lardo ausbraten, den gehackten Rosmarin und die Zwiebeln zufügen und mitrösten. Dann kommen die Kichererbsen dazu. Mit Hühnersuppe aufgießen, etwas durchkochen, mixen und mit Meersalz abschmecken.
Dazu passt gut eine gebratene Garnele (natürlich in Bio-Qualität), aber auch Eismeergarnelen, die sind ja ökologisch unbedenklich, und jede andere Art von gebratenem Fisch. Einfach anbraten, in Stücke zerteilen und in der Suppe servieren. Keine große Sache also, aber das Ergebnis ist einfach ein Traum!
Noch ein Wort zum Kochen der Kichererbsen. Natürlich kann man sie auch fertig gegart kaufen, aber auch sie selbst zu kochen, ist keine große Herausforderung. Dazu werden sie einige Tage vorher in Wasser eingeweicht (geht auch über Nacht, wenn’s ein muss!) Dabei unbedingt darauf achten, dass man ausreichend Wasser zufügt, damit die Kichererbsen (gilt auch für andere Hülsenfrüchte) immer im Wasser liegen. Ich gebe immer mindestens die doppelte Menge Wasser zu. In das Einweichwasser kommt außerdem eine Scheibe Ingwer, das macht’s noch leichter verdaulich. Wenn man mehrere Tage Zeit hat, kann man das Wasser auch immer wieder wechseln – auch das dient der Bekömmlichkeit. Wir empfehlen außerdem zum Kochen NICHT das Einweichwasser zu verwenden. Was ich damit sagen will: man kann schon bei der Zubereitung von Hülsenfrüchten viel tun, um sie leichter verdaulich zu machen und damit das eigene Wohlbefinden zu steigern. Man muss nur wissen wie …
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