Besuch in der Stollwitzer Hofkäserei

Geschrieben von Marianne am 7. Juli 2009

Heute schreibe ich, Laura, HGA – Lehrling im Biohotel Daberer, einen Gasteintrag. Er handelt von Lehrlingen und Käse…

Die Käseharfe & der Kupferkessel

Die Käseharfe & der Kupferkessel

Ein ganz frischer Käselaib - vor der Reifung

Ein ganz frischer Käselaib - vor der Reifung

Wir verkosten den kostlichen Käse!

Wir verkosten den kostlichen Käse!

Seit dieser Saison wird ein besonderes Augenmerk auf die Betreung der Biohotel-Daberer-Lehrlinge gelegt. Neben 1x monatlich stattfindenden Meetings für uns Lehrlinge, besuchen wir auch die Bio-Partner des Hotels, um die Produkte, die wir an die Gäste bringen, näher “kennen zu lernen”.

Nach dem Besuch der  St. Danieler Schnapsbrennerei im letzten Monat war heute der Käsehof auf dem Stollwitz oberhalb von St. Daniel dran.Hubert Zankl, der mit seiner Frau Barbara den Biohof führt, empfängt uns herzlich. Er zeigt uns seinen Stall, die Milchkühe und die Melkmaschinen. Auf dem Hof gibt es 10 Kühe, die ausschließlich mit Heu und Gras gefüttert werden – keine Silage oder sonstige Zusätze!

Das Ehepaar verarbeitet nur Rohmilchkäse und davon 3 Sorten: Camembert, Hofkäse und Bergkäse. Sie liefern kärntenweit an verschiedene Feinkostgeschäfte, Hotelbetriebe, das St. Danieler G’schäft und nicht zu vergessen – das Biohotel Daberer.

Barbara nimmt uns zum “käsen” des Kuhmilch-Camembert mit. In einem kleinen, gefließten und warmen Raum steht ein Kupferkessel, der knapp 190 l Milch fasst. “Die Milch ist bereits mit Lab versetzt”, erklärt Barbara. Sie “drückt” mit ihrer Hand in die weiße Masse, die eine puddingartige Konsistenz vorweist.  

Nun ist bereits der optimale Zeitpunkt, um die Milch-Lab-Masse mit der sogenannten “Käseharfe” zu zerschneiden. Nachdem Barbara mehrmals mit der Harfe durch den Kupfertopf gefahren ist, wird maschinell weitergearbeitet und wir werden in der Zwischenzeit auf der herrlichen Terrasse des Hofes auf eine Käseverkostung eingeladen. Mmhhh…  

1/2 Stunde später ist es soweit: Der Bruch, der dann weiter zu Käse verarbeitet wird,  wird abgeschöpft und in Käseformen gegeben. Nun kann man sich schon langsam vorstellen, wie die 12 Käselaiber aussehen werden.  

Morgen werden die frischen Laiber gesalzen und anschließend mehrere Wochen in den Reiferaum, aus dem köstlicher Käsegeruch strömt, gelegt. Soweit zu unserem Ausflug zur Käserei auf dem Stollwitz – ein schöner, informativer und köstlicher Ausflug!

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