Walter und Gunda Zojer züchten in Kötschach-Mauthen den Gailtaler Bio-Almochsen. Was das besondere daran ist? Zuallererst eine hervorragende Fleischqualität. Gut das interessiert uns natürlich mit am meisten, für Walter & Gunda stehen möglicherweise andere Grundsätze an erster Stelle. Die beiden machen sich nämlich anscheinend wirklich viele Gedanken um die Welt die sie umgibt.
“Wir wollen uns von der Masse unterscheiden und uns mit unserem “sein und tun” identifizieren können. Uns interessiert der Schwindel der Konzerne und des Handels mit den Konsumenten nicht.”
Was sie sehr wohl interessiert ist die nachhaltige, “bio”-logische, artgerechte “Produktion” und der Vertrieb direkt in der Region. Ein Gedanke, von dem ich ja auch immer noch träume. Es wäre doch absolut großartig, wenn regionale Produzenten ihre Produkte direkt in der Region verkaufen könnten, anstatt sie durch die halbe Welt zu transportieren. Das wäre außerdem etwas ähnliches wie das “Terroir” beim Wein – ein materieller Ausdruck der lokalen Kultur und Tradition – eine tolle Vorstellung, oder?
Mit dem Gailtaler Bio-Almochsen gelingt das schon. Die Tiere werden von Markus Salcher geschlachtet und erst nach optimaler Reifungszeit (mind. 10 Tage) an die Kunden abgegeben. Die sind zu 50% Privathaushalte und zu 50% die regionale Gastronomie. Cool oder, der Vertrieb funktioniert wunderbar in der eigenen Region! Abgegeben werden Mischpakete – also nicht Rücken, Filet oder Schnitzel einzeln sondern im Kombipack (Braten/Suppenfleisch, Schnitzel, Faschiertes, Gulasch, Knochen,…). Doch auch gut zu wissen, dass sowohl Private als auch Gastronomen noch mit der sogenannten “zweiten Fleischqualität” umzugehen wissen
.
Wie gesagt, Gunda und Walter legen aber nicht nur großen Wert auf die Verarbeitung sondern generell auf ihre eigene Arbeitsweise. Die Alm Ochsen sind bei der Schlachtung mindestens 2 Jahre alt. Sie werden in Gruppen und im Laufstall gehalten, da Rinder Herdentiere sind, und sich nur so auch wohlfühlen können. Außerdem verbringen sie rund 200 Tage des Jahres auf der Alm – daher wohl auch der Name
. Dort weiden sie natürlich im Sommer, Herbst und Winter verbringen sie auf den Weiden um den Hof der Familie Zojer. Im Winter bekommen sie Heu und möglichst wenig Silage , weil die sonst den pH-Wert des Fleisches verändert und es sauer macht.
Aber auch bei der gesamten Bewirtschaftung ihres Hofes geht es Walter und Gunda um ein ganzheitliches und vernetztes Denken und einen möglichst geschlossenen Betriebskreislauf. Was am Hof anfällt, wird wieder verwendet . Durch Zugabe von Milchsäurebakterien wird sogar der Mist zu Humus “verarbeitet” und wiederverwendet.
Durch den direkten Verkauf an den Konsumenten bzw. verarbeitenden Betrieb und die Zusammenarbeit mit dem regionalen Fleischer werden lange Transportwege eingespart und die regionale Infrastruktur gestärkt.
Das alles alleine ist aber meist noch kein Kaufargument. Aber die Qualität des Fleisches gibt den beiden absolut recht. Das ist echt kein Vergleich zu konventionell produziertem Rindfleisch. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, wer damit mal gearbeitet hat will nichts anderes mehr
Zojers produzieren außerdem noch das Gailtaler Vollmilchbiomastkalb – ein solches hatten wir vor kurzem im Haus (nicht lebend sondern verarbeitungsfertig versteht sich). Und das Beuschel davon war der absolute Verkaufsschlager – damit hätte auch niemand gerechnet. Die Qualität war einfach so herausragend, dass meine Mutter einfach Beuschel kochen mußte
und es ist super angekommen.
Hofbesichtigungen sind für Interessierte übrigens gegen Voranmeldung jederzeit möglich. Walter und Gunda würden sich darüber total freuen, da sie die Kunden und Interessierten gerne in ihre Kreislaufwirtschaft und ihre Philosophie einbinden wollen. Da die Homepage noch in Arbeit ist gebe ich hier mal die Kontaktdaten bekannt (Tel./Fax: +43/4715/389; Mobil: +43/676/3493975; e-mail: bioalmochse@aon.at)
Und natürlich bei Gelegenheit unbedingt den Gailtaler Bio Alm Ochsen bei uns verkosten! (Übrigens: mit wirklich gutem Faschierten muss man echt mal mein Chili con carne ausprobieren! Das ist der Hit.)
Wo kaufen Sie eigentlich Ihr Fleisch? Wäre ein solches Mischpaket (mit Lieferung ins Haus) für Sie interessant oder greifen Sie dabei lieber auf die Angebote eines Restaurants zurück?
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