Warum wir auf facebook und twitter sind

Geschrieben von Stefanie am 30. März 2010

Seit geraumer Zeit redet ja jeder von facebook und irgendwie ist auch jeder dabei. Das ist ja sonst so gar nicht mein Ding – ich war sehr lange Zeit :-) , selbst auf die Gefahr hin, dass ich mir selbst schade, nicht in der Lage Dinge zu tun, von denen ich das Gefühl hatte, dass “alle” sie tun. Ich mußte ständig irgendetwas anders machen. Bis ich zu der Erkenntnis gelangt bin, dass dieses Verhalten genau die gleiche Art von Abhängigkeit ist als wenn man einfach blind mitmachen würde.

Zu der Zeit, als ich erstmals über facebook und twitter nachgedacht habe, dachte ich allerdings noch so. Daher kam auch meiner spontane Ablehnung. Dann war ich allerdings auf dem e-day in Klagenfurt und habe dort Ed Wohlfahrts Vortrag gehört. Und er hat genau dieses Thema angesprochen. Na ja, ob er es wirklich angesprochen hat, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht mehr auf jeden fall hab ich’s so verstanden. Facebook, Twitter, Gowalla, Foursquare, Blogs, …. – das sind Dinge die man erfahren muß, man kann überhaupt keine Ahnung haben, ob einem das gefällt oder nicht, wenn man es nicht versucht und ausprobiert. (Gut das wird nicht nur auf das Internet, sondern auf fast alles im Leben zutreffen :-) ). Auf alle Fälle hab ich mich gleich mal angemeldet und Ed hatte recht. Ich war sofort total begeistert und wollte social media, web 2.0 oder wie immer man es nennen will sofort auch für uns als Betrieb nützen.

Was ich übrigens auch gemacht habe – www.facebook.com/Kellerwand.Sonnleitner und www.twitter.com/SonnleitnerSS – für alle die’s noch nicht gesehen haben.

Innerhalb der deutschsprachigen Social-Network-Nutzer scheint da allerdings ein kleines Mißverständnis zu bestehen, dass ich – für meinen Teil – hier gerne einmal klarstellen möchte. In Deutschland und Österreich spricht man, was diese Netzwerke betrifft gerne von den Ich-Sendern. Man geht davon aus, dass die Leute, die diese Portale benutzen das zur Selbstdarstellung tun. Das ist meiner Meinung nach aber nicht der eigentlicher Sinn des “web 2.0″. Der eigentliche Punkt und das großartige daran ist “engagement” – das heißt für uns als Betrieb und Dienstleister einer verstärkte Möglichkeit zuzuhören und die Meinung unserer Gäste zu sammeln – sozusagen. Eine effektive Methode also um noch besser auf die Wünsche und Vorstellungen unserer Gäste einzugehen – im Einklang mit unseren eigenen Wünschen und Vorstellungen, die wir per Blog, Facebook, Twitter etc. noch einfacher und leichter erklären und verständlich machen können.

Alle Ich-Botschaften in einem Firmen-Twitter-Feed dienen nur dazu, der Firma ein menschliches Gesicht zu verleihen, das tut man ja auch, wenn man im Restaurant mit einem Gast eine Unterhaltung führt. Da geht es ja auch, weder dem Gast noch mir – in den meisten Fällen zumindest :-) – um Selbstdarstellung, dabei geht es um das Gespräch, den Austausch, das Miteinander. Und so ist das für mich auch auf Facebook und Twitter – es mutet etwas “technischer” an, ist aber dasselbe.

Natürlich sind Facebook-Friends nicht dasselbe wie offline Freunde – ich bezeichne nicht hunderte von Menschen als meine Freunde. Aber meiner Meinung nach verwässert das den Begriff Freund in keinster Weise. Das weiß doch jeder – Erwachsenen zumindest, das ist wie mit den retouchierten Model-Fotos, die nimmt sich auch kein selbstsicherer Erwachsener als wirkliches Vorbild, oder?

Und natürlich gibt es auch viele Menschen und Firmen im Internet, denen es gar nicht um die Beziehungsarbeit und -bildung geht. Aber die gibt’s im “wirklichen” Leben auch – der Vorteil von Twitter und Co. ist nur, dass man es schneller merkt und sie leichter loswerden kann :-)

Was mich mit diesem Artikel außerdem beginnen möchte, ist Fragen, die mir unsere Gäste im Restaurant immer wieder stellen auch hier zu beantworten, denn das zeigt mir, dass sich viele mit solchen Fragen beschäftigen und sich eine Antwort wünschen. Außerdem finde ich es schön, so den Zusammenhang zwischen dem “materiellen” und dem “virtuellen” Leben herzustellen :-)

Ein paar Worte noch zu Twitter, bei uns ist ja facebook momentan viel populärer. Ich denke, das liegt daran, dass Twitter etwas schwerer zu verstehen ist. In seiner Konzentriertheit auf 140 Zeichen liegt aber auch seine Kraft und Schönheit. Es zwingt einen schnell zum Punkt zu kommen, sich kurz zu fassen. Außerdem werden über Twitter viel mehr Links verbreitet als über Facebook, besonders Menschen, die sich für Soziale Netzwerke und alles, was dazugehört interessieren, sollten Twitter unbedingt ausprobieren. Wir haben auf unsere Homepage eine Twitter-Seite – einfach auf das kleine blaue T rechts oben klicken :-) – mit unseren Twitter-Inhalten. Besonders wichtig ist mir dabei, dass ich jeden Sonntag – so gegen halb elf – den aktuellen Sonntagstisch auf Twitter veröffentlich, für alle, Sonntagsausflügler und Restaurant-Interessierten, die sich einen kurzen Überblick verschaffen wollen.

Also noch mal kurz zusammengefaßt: wir sind auf facebook und twitter, weil wir uns noch mehr Interaktion und Austausch sowohl mit unseren Gästen also auch mit solchen, die es werden wollen :-) wünschen. Wir wollen, dass Fragen, Anregungen und Gedanken über diese Portale zu uns kommen. (Wenn also jemand das Profilbild bei Facebook nicht gut findet, bitte nicht Ingo quälen, sondern mich :-) )

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