Winteralternativen – Rodel- & Kegelbahn am Gailberg

Februar 22nd, 2012

Die Hauptsportarten im Winter sind bei uns sicher Schifahren und Langlaufen. Das soll aber nicht heißen, dass es sonst nix zu tun gibt. Eine körperlich weniger anstrengende Alternative bietet die Familie Buzzi am Gailberg (Gasthof Gailberghöhe) – das ist Richtung Oberdrauburg/Lienz. Dafür findet die halt auch nicht im Freien statt, macht aber auch unheimlichen Spass. Und man kann, wenn man will, auch was dazu trinken :-)

Familie Buzzi hat in ihrem Haus nämlich eine Kegelbahn und einen Schießstand. Geschossen hab ich noch nicht, das ist nicht so ganz meine Welt, aber gekegelt hab ich schon. Das ist richtig lustig. Klar bin ich nicht gut :-) aber Spass macht’s. Das Tolle ist nämlich, dass das eine alte Kegelbahn ist, also keine Bowlingkugeln. Ein gemütlicher Nachmittag, Spass mit der Familie und vielleicht ein Bier dazu, perfekt! Wir haben die Bahn damals reserviert, aber ich weiß nicht, ob das notwendig ist – vielleicht einfach bei Bedarf anrufen und fragen. Das können wir natürlich auch gerne für Sie machen!

Außerdem gibt’s am Gailberg eine beleuchtete Rodelbahn. Ich muss zugeben, dass hab ich schon lange nicht mehr gemacht, aber als Kinder waren wir öfter dort. Da ist mir die Bahn immer ewig lang vorgekommen. Das war natürlich viel besser, als die kleinen Hügel, die wir sonst benutzt haben, auch wenn man natürlich zu Fuß raufgehen muss. Damit liegt die Länge der Abfahrt natürlich auch in der eigenen Verantwortung :-) . Gott sei Dank ist der Gasthof ja gleich nebenan. So kann man sich im Anschluss ans Rodeln gleich stärken. Für uns Kinder war das mit das beste am Rodeln. Rein ins Warme und eine Tasse Kakao mit viel Schlag :-) Das gehörte zum Winter einfach dazu. Jetzt haben wir auch endlich Schnee und einer Rodelpartie steht nichts mehr im Wege.

(Bildquelle: koemau.com)

Vom Zauber der Wildkräuter

Februar 20th, 2012

Wenn ich hier so aus dem Fenster schaue, kann man den Frühling schon erahnen. Wenn man draußen ist, kann man ihn sogar schon fast riechen. Im Westen Österreichs ist das im Moment wohl nicht so, trotzdem wird er ja früher oder später kommen. Das heißt für uns – beim Essen, mein ich, Spargel, Rhabarber, Frühlingssalate und (ganz wichtig) Wildkräuter. Ist es nicht einfach der Wahnsinn, dass man rausgehen kann auf eine Wiese und dort essbare, gesunde und wohlschmeckende Kräuter findet? Sehr Jäger-und-Sammler-mäßig, oder?

Natürlich vorausgesetzt, dass man weiß, welche Kräuter man sammeln und verwenden kann und was man damit dann macht. Wir sind sonst soweit von der Produktion unsere Lebensmittel entfernt, dass es uns doch gut tun würde, mal wieder direkt an die Quelle zu kommen, das Lebensmittel selbst zu sammeln. Einen großen Teil unserer Nahrung lassen wir ja produzieren. Das ist sicher mit ein Grund für die Entfremdung, die momentan zu bemerken ist und für den mangelnden Respekt, den unsere Gesellschaft der Nahrung an sich, aber auch den Lebensmittelproduzenten entgegenbringt.

Obst und Gemüse zumindest teilweise selbst anzubauen oder Wildkräuter zu sammeln, kann uns da unserer Natur wieder ein Stück näherbringen. Ich propagiere ja hier nicht gleich die Selbstversorgung, das stell ich mir in den meisten Fällen doch sehr schwierig vor. Einfach einen kleinen Teil der eigenen Nahrung selbst zu produzieren. Ist das nicht auch ein wahnsinnig befriedigendes Gefühl, Gemüse aus dem eigenen Garten zu ernten? Und schmeckt es nicht auch gleich um vieles besser :-)

Wildkräuter im Frühling haben außerdem den Vorteil, dass sie uns mit vielen Vitalstoffen versorgen, die wir nach dem Winter brauchen und z.T. ausleitend wirken. Wer hier regelmäßig liest, weiß ja, dass ich Ausleiten und Entschlacken im Frühling immer wieder predige. Das kann man echt nicht oft genug betonen – nicht nur für die Figur, sondern auch für’s allgemeine Wohlbefinden! Man ist der Frühjahrsmüdigkeit nicht hilflos ausgeliefert!

Wer Lust hat sich mit uns dem Zauber der Wildkräuter hinzugeben, der hat dazu am verlängerten Wochenende vom 1. Mai Gelegenheit. Wir sammeln zuerst die Kräuter auf einem Kräuterspaziergang und verarbeiten sie beim Tagesseminar. Besonders wichtig, der 30. 4. ist der EINZIGE Termin zum Thema “Wildkräuter” in diesem Jahr!

Langlaufen im Gailtal

Februar 15th, 2012

Zuerst einmal muss ich mich ganz offiziell entschuldigen. Mein letzter Blogeintrag in der Rubrik Gailtal ist im August 2011 erschienen. Jetzt ist Februar 2012! Ich weiß! Das ist ziemlich lange! Da gibt es ohnehin keine sinnvolle Entschuldigung! Aber ich gelobe Besserung! Versprochen!

Heuer hat uns Frau Holle mit dem Schnee im Jänner ja nicht gerade verwöhnt. Wo man normalerweise schon im Dezember entlang der Gail wunderbar langlaufen kann, war es heuer eher traurig mit der Schneesituation. Na ja, das kann schon mal passieren. Die letzten Jahren waren wir da dafür sehr, sehr verwöhnt. ;-) Mittlerweile hat es aber geschneit und die Loipen sind auch im Gailtal gespurt und in sehr gutem Zustand. Und genau das will ich heute zum Anlass nehmen und ein bißchen was zu den vielzähligen Langlaufmöglichkeiten im Gailtal erzählen.

ENTLANG DER GAIL – GAILTAL Loipeneinstiege gibt es in jedem Ort. In St. Daniel (also dort wo unser Hotel steht) ist der beste Einstieg direkt an der Hängebrücke. Von der ist momentan ein Loipe (Skating und Klassisch) bis Kötschach-Mauthen (5 km) bzw. bis zum Nölblingersteg (ca. auch 5 km) gespurt. In “normalen” Jahren gibt es dann auch noch jede Menge Loipen durch die Würmlacher Felder und der Schattseite entlang. Man kann also wunderbare Runden laufen oder auch längere Langlauf-Ausflüge machen. Bei längeren Ausflügen würde ich immer empfehlen talabwärts d.h. Richtung Hermagor zu laufen – solange man eben mag. Dann in einem Ort in einem Dorfgasthof einzukehren und dann mit dem Skibus wieder zurück in den Ausgangsort zu fahren. (TIPP: Der Skibus ist kostenlos wenn man Skikleidung trägt. Ansonsten ist er kostenlos mit einer Gästekarte. Die Gästekarte gibts in Ihrer Unterkunft.) Hier gibt es den aktuellen Loipenbericht der Gemeinde Dellach.

Nachdem wir im Jänner sowenig Schnee zum Langlaufen hatten, mussten wir uns nach Alternativen umsehen. Und da haben wir zahlreiche in der näheren Umgebung gefunden. (Finde ich auch ganz spannend – vorallem auch dann wenn genug Schnee liegt und man einmal die Abwechslung sucht bzw. auch dann wenn man das Langlaufen mit einem Ausflug verbinden möchte.)

LIENZ - Dolomitengolfloipe in Lavant. Das war heuer die Lieblingsloipe meines Vaters (Willi Daberer). Sie wird beschneit und ist daher schneesicher. (Den Langlaufausflug kann man auch mit einem Shopping-Ausflug nach Lienz verbinden. Über die Einkaufsqualitäten von Lienz habe ich hier schon einmal berichtet. Hier …)

TIMAU - Fährt man über den Plöckenpass nach Italien so ist die erste Ortschaft Timau. Kurz vor Timau gibt es das “Centro Fondo Laghetti di Timau“. Hier gibt es meist sehr gute Bedingungen. (Es ist ein “Loipen-Euro” zu bezahlen. Ist aber nicht die Welt.)

WEISSENSEE – Entlang des Weissensee gibt es auch sehr schöne Loipen. Ende Jänner und Anfang Februar ist hier sehr viel los, da am See die holländische Alternative 12-Städte-Tour stattfindet. Danach kehrt wieder mehr Ruhe ein.

NASSFELD – Im weitläufigen Skigebiet des Nassfeld gibt es nicht nur viele Skipisten sondern auch einige Langlaufmöglichkeiten. Da gibt es die Nassfeld Höhenrundloipe beim Grenzübergang nach Italien – Passo Pramollo – rund um den Lago Pramollo. Auserdem gibt es noch einen Rundkurs bei der Tressdorfer Alm. Hier stehen alle Nassfeld-Loipen – wobei nur die letzten beiden in der Höhe und damit absolut schneesicher sind.

Und so guter letzt gibt es dann noch das Biathlonzentrum Obertilliach. Das verdient aber einen eigenen Blogeintrag – den ich noch diesen Winter veröffentlichen werde – versprochen. Es gibt keine Wartezeiten mehr von einem halben Jahr! ;-)

Erstes verlängertes Wochenende des Jahres

Februar 14th, 2012

Ein bisschen Zeit ist schon noch, aber man kann ja nicht früh genug mit der Planung des Urlaubs beginnen. Das erste verlängerte Wochenende beschert uns gleich der 1. Mai.

Da wir außerdem viele, viele Anfragen bezüglich eines Seminar zum Thema “Wildkräuter” erhalten haben, nehmen wir ebendieses Wochenende zum Anlass ein solches Seminar zu veranstalten. Zeitlich passt’s ja auch gut. Man muss ja auch Wildkräuter finden, die man dann verarbeiten kann :-)

Daher schon mal zum vormerken: 30. 4. Tagesseminar zum Thema “Wildkräuter” – logischerweise damit auch das einzige zu diesem Thema im Jahr 2012.

Natürlich können Sie auch nur für diesen Tag zu uns kommen und nur am Seminar teilnehmen. Wenn Sie allerdings das ganze Wochenende nutzen – also schon am 28. 4. anreisen – haben Sie erstens mehr Zeit zum genießen, 2 Tage, an denen Sie von uns bekocht werden und die Möglichkeit bei einem Kräuterspaziergang vorab die Wildkräuter selbst zu sammeln.

Wir freuen uns schon sehr darauf. Das wird ein tolles Frühlingsseminar – gesund, leicht, anregend und mit viel frischem Grün. So läßt sich der Frühling sehen!

Zumba – mit Schwung in den Frühling

Februar 14th, 2012

Wir haben im Hotel ja ein breites Bewegungsangebot. Ganz viel findet natürlich “outdoor” statt – eh klar, weil unsere Natur einfach unschlagbar ist. Da gibt es geführte Wanderungen rund ums Jahr und in allen Höhenlagen, da gibt es Nordic Walking mit unserer Vitaltrainerin Conny, da gibt es Langlauf-Unterricht und Schneeschuhtouren im Winter, da gibt es Morgenaufgangswanderungen und Sonnen-Qi-Gong im Sommer. Aber natürlich gibt es auch sehr viel “indoor” – da gibt es Yoga in unserem wunderschönen Yoga-Ruheraum, da gibt es Pilates und da gibt es unsere tägliches Morgenerwachen mal mit Meridiangymanstik, mal mit Pilates, mal mit Qi Gong, … . Ja und dann gibt es da auch was Neues! Nämlich ZUMBA!!!!!

Zumba! Das klingt nach Schwung und Rythmus finde ich! Und so ist es auch. Zumba ist ein Tanz-Fitness-Programm, das von lateinamerikanischen Musikklängen inspiriert ist. Es beinhaltet sowohl Tanz- als auch einfache Aerobic-Elemente. Bei Zumba folgt man einfach der Musik mit sich wiederholenden Bewegungen. Keine Sorge – Sie müssen weder tanzen können noch müssen Sie fit in Aerobic sein. Zumba bringt Sie zwar zum Schwitzen, ist aber ganz einfach zu Erlernen.

Mehr will ich gar nicht verraten. Heidrun macht momentan bei uns im Hotel Zumba. In der Regel gibt es jeden Samstag Nachmittag eine Stunde. Die Teilnahme ist für Sie als unserer Hausgäste kostenlos. Na also … da hält Sie doch nichts mehr von der Teilnahme ab. Einfach Urlaub buchen und dann zu Zumba anmelden. Heidrun freut sich auf Sie!

Zum Valentinstag! Kardamombirne mit Himbeeren

Februar 12th, 2012

Der Valentinstag ist schon so eine eigenwillige Erfindung. Es ist der Tag der Liebenden. Oder auch der Tag der Blumenindustrie. Auch wenn man sich gegen diese Kommerzialisierung sträubt – ein Blumenstrauß am Valentinstag hat ja schon etwas für sich. (Auch wenn es mir schwer fällt das zuzugeben. ;-) *zwinker* *zwinker*)

Aber es müssen ja nicht immer Blumen sein. Liebe geht ja durch den Magen. Und was liegt da näher als ein köstliches Rezept – was Süßes würde ich vorschlagen – für den oder die Süße!

Kardamombirne mit Himbeeren
Für 4 Personen
Zubereitungszeit 40 Minuten

2 Birnen
½ TL Zitronensaft
200 g Himbeeren tiefgekühlt
2 EL Honig
2 Kardamomkapsel oder 2 Messerspitze gemahlenen Kardamom
½ TL Stärkemehl ( z.B. Maizena )
2 Eiweiß
2 El Rohzucker
1 Tl Mandelstifte
2 Rippen Kochschokolade
1 Tl Butter

Den Ofen auf 190 °C Umluft vorheizen.

Die Birnen halbieren, mit Zitronensaft beträufeln und im vorgeheizten Ofen bissfest für ca. 15 Minuten garen. Auslegen, die Kerne entfernen und mit einem Löffel die Birne leicht aushöhlen. Das Fruchtfleisch würfelig schneiden und mit 2 El Himbeeren vermischen. Wieder in die Birne einfüllen.
Eiweiß zu Schnee schlagen, mit dem Zucker gut ausschlagen. Den Eischnee mit dem Spitzsack gefällig auf die Birnen dressieren, mit den Mandelstiften bestreuen und bei 190 °C für ca. 5-8 Minuten in den Ofen schieben, bis der Eischnee leicht Farbe genommen hat.

In der Zwischenzeit die restlichen Himbeeren mit 1 El Wasser, dem Honig und dem Stärkemehl aufkochen und anschließend mixen.

Die Kochschokolade mit der Butter schmelzen, verrühren und in Gefrierbeutel füllen, kleine Spitze abschneiden und Herzen, Punkte etc. auf die Teller dressieren. Die Himbeersauce auf den Teller geben und die überbackenen Birne aufsetzen.

Also am Besten gleich mal ausprobieren! Schmeckt super gut! (Ich habe es schon getestet. MMMHHH!!!)

Skigebiet Kötschach-Mauthen

Februar 10th, 2012

Ja, es gibt auch in Kötschach-Mauthen selbst ein Skigebiet. Groß ist es nicht, aber für Familien mit Kindern und Anfänger bestens geeignet. Es gibt 2 Lifte – einen Doppelsessellift und einen Schlepplift. Ach ja, und für die ganz Kleinen einen Tellerlift.

Für anspruchsvolle Schifahrer ist das möglicherweise zuwenig. Der Vorteil ist hier aber, dass die Pisten nicht so überlaufen sind. Auch für einen lockeren Schitag ist man hier genau richtig. Man kann ja z. B. für einen anspruchsvollen Tag aufs Naßfeld fahren (da ist man auch in 20 min von Kötschach aus) und für einen ruhigeren Nachmittag in Kötschach bleiben.

Bestens präpariert sind die Pisten auf alle Fälle, da lassen sich die Zuständigen nichts nachsagen :-) Auch für’s leibliche Wohl ist gesorgt, auf der Kötschacher Seite gleich beim Lift findet man das “Budile” und auf der Laaser Seite die Ödenhütte.

Ich bin früher Snowboard gefahren und dafür hab ich Kötschach immer perfekt gefunden, viel Platz und Möglichkeiten zum carven. War immer ein Riesenspass! Es lohnt sich also auf alle Fälle.

Außerdem: was einerseits das große Problem ist, ist für die Schifahrer selbst natürlich super. Die Kötschacher Seite liegt zum größten Teil in der Sonne – blöd bei Schneemangel, super für die Sportler :-)

Mit Leichtigkeit in den Frühling

Februar 10th, 2012

Geht es Ihnen ähnlich wie mir? Immer um diese Zeit – also so Mitte Februar – habe ich das Bedürfnis mit etwas zu “erleichtern” – aufräumen, ausmisten, mehr Bewegung und Leichtigkeit in der Ernährung. Das hat weniger mit Abnehmen zu tun (ok, auch ein bisschen :-) ), aber der Körper verlangt nach der Dunkelheit des Winters jetzt doch wieder frischeres, frühlingshafteres.

Laut Traditioneller Chinesischer Medizin beginnt der Frühling auch schon am 14. Februar (Valentinstag). Ich hab ja schon mehrfach erwähnt, dass es durchaus Sinn macht, sich jetzt die eigene Ernährung wieder mal genauer anzuschauen, um von einer Winter- auf eine Frühlingsküche umzustellen. Im Winter darf’s ruhig etwas deftiger sein – Geschmortes, Hülsenfrüchte, Getreidegerichte (Ritschert) usw. alles coole Sachen im Winter. Aber irgendwann ist ja auch mal wieder genug und man bekommt Lust auf Frisches. Gut sind jetzt z.B. Bittersalate wie Chicorée oder Rucola. Bitter leitet aus, das hab ich ja auch schon mal erwähnt. Nach der deftigen Winterkost ist es jetzt Zeit im Körper angesammelte “Schlacken” abzubauen und auszuleiten. Das ist ein hervorragendes Mittel gegen Frühjahrsmüdigkeit. Unterstützen kann man das noch mit Brennesseltee oder Birkenblättersaft (bitte Birkenblättersaft in der Apotheke kaufen – ich hatte da schon die abenteuerlichsten Anfragen!).

Wichtig dabei: machen Sie am besten eine Art Kur z.B. mit Brennesseltee, das heißt mal 10 Tage morgens Brennesseltee trinken (zuviel ist auch nicht gut!) und dann wieder mal ca. 1 Woche aussetzen. Ich halte das wie folgt, ich höre auf, wenn ich den Brennesseltee schon nicht mehr sehen kann :-) das sind bei mir ca. 10 Tage. Und wenn ich’s mir dann wieder vorstellen kann, fang ich einfach wieder an.

Mit diesen Überlegungen im Hintergrund haben wir auch das Seminarthema für den Februar gewählt. Das lautet nämlich “Suppen, Pasta & Fisch”. Suppen sind in dieser Zeit ja wirklich ideal – eigentlich immer, wenn man seine Verdauung etwas entlasten will, aber besonders um diese Zeit eignen sie sich hervorragend, um mehr Leichtigkeit und Bewusstheit ins Spiel zu bringen. Es gibt wirklich nichts besseres, als am Abend eine gute Suppe – nicht zu spät. Das wirkt Wunder für den Schlaf und das Wohlbefinden am nächsten Tag!

Klar es gäbe auch die Möglichkeit, das Abendessen komplett wegzulassen, aber das ist für mich ein Ding der Unmöglichkeit – momentan zumindest. Dazu esse ich einfach zu gerne. :-) Suppen sind da perfekt, man ist satt aber nicht zu schwer belastet – vorausgesetzt man wählt die richtige Suppe (Knoblausuppe mit viel Rahm ist hier nicht gemeint :-) ).

Bei Pasta gilt für uns das gleiche, wobei das für uns natürlich bedeutet entweder Pasta mit VIEL Gemüse oder selbstgemachte Pasta. Die Überlegung bezieht sich weniger auf Spaghetti mit Bolognese-Sauce aus der Packung. Nudeln (evt. Vollkorn-Nudeln – muss meiner Meinung nach aber gar nicht immer sein) mit Gemüse sind gesund und ebenfalls leicht, bei selbstgemachter Pasta kommt dazu, dass man da meist gar nicht soviel essen kann, weil man nicht soviel macht :-)

Den Fisch nehmen wir dazu, um unsere Gerichte aufzupeppen – bringt noch ein bisschen Spass und Lust mit rein. Fisch ist einfach immer gut :-)

Wir behandeln das Thema am ausführlichsten in unserem 2-Tagesseminar vom 16. – 19.2.
weitere freie Plätze gibt’s noch am 25. 2 – das ist ein Tagesseminar MIT Übernachtung (€ 199,00)
und am 3. 3. – ebenfalls MIT Übernachtung.

Also schnell buchen und mit Leichtigkeit in den Frühling starten!

Vegetarische Bratwurst mit Erdäpfelpüree

Februar 2nd, 2012

Teil 2 meines “Fleisch-Ersatz-Produkte-Experiments” – vegetarische Bratwurst. Schaut in der Verpackung ziemlich wie eine normale Wurst aus. Als ich sie dann in der Hand hatte, habe ich allerdings festgestellt, dass außen rum einfach Plastik ist. Das muss man also vor dem Braten auspacken und “janz wichtig” wegwerfen – kann man nicht mitessen.

Hatte ich mir vorher nicht überlegt – Tierdarm ist ja nicht wirklich vegetarisch. Ich weiß nicht, was ich gedacht habe, vermutlich gar nichts. Zum Glück hab ich – ausnahmsweise – das Kleingedruckte auf der Rückseite gelesen. Also Wurst aufschneiden, auspacken, Verpackung wergwerfen.

Die Wurst läßt sich dann ganz normal braten, schaut dann zwar ein bisschen anders aus, aber sonst … nichts auffälliges. Aber Halt, da ist er wieder, ein ungewohnter Geruch, der mir auch schon beim “Vleischkäse” aufgefallen ist. Ein bisschen wie Käsetoast also gebratener Käse, warum das wohl so ist? Der fällt mir dieses Mal schon etwas negativ auf. Klar in Wirklichkeit ist das ja auch ein anderes Produkt als Bratwurst. Das kann ja dann nicht ganz genau so aussehen und riechen. Andererseits wenn’s anders ist, was ist dann der Sinn? Will ich mich daran gewöhnen?

Erstmal egal, Erdäpfelpüree (mit Sojamilch und Olivenöl) hab ich schon fertig, etwas Senf dazu und losprobieren. Die Konsistenz ist – wie beim Vleischkäse auch etwas fester als erwartet. Die äußere, angebratene Schicht wird sehr schön kross – sehr kross sogar, mein nicht wirklich scharfes Messer tut sich schwer :-) . Auf der Verpackung steht “mit Majoran”, das war für mich schon wichtig. Erstens liebe ich Majoran und zweitens gibt’s Gerichte da muss er einfach dabei sein z.B. Bratwurst, Rösterdäpfel, Blutwurst. Leider ist nicht soviel drin wie ich mir erhofft habe. Ich mag’s gerne, wenn man den Majoran richtig rausschmeckt, dass ist hier nicht der Fall. Außerdem tue ich mir auch mit der Konsistenz zunehmend schwer – vor allem in Zusammenhang mit der Erinnerung an den Bratgeruch …

Ich hab allerdings vor weiter zu probieren – eine Wurst hab ich auch noch. Und die werd’ ich vermutlich in Scheiben schneiden und dann braten – vielleicht da noch mehr Majoran zufügen. Dann vielleicht auf ein Stück dunkles Brot mit Senf und ein paar Gurken dazu. Ist mir gerade eingefallen – klingt aber nicht schlecht. Mal schauen …

Bohnen-Lauchgemüse mit “Vleischkäse”

Januar 30th, 2012

Vegane Ernährung fasziniert mich. Nach der Lektüre von Jonathan Safron Foers “Tiere essen” war ich noch total dagegen. “Das geht ja gar nicht”, “Fleisch essen ist ja was ganz natürliches”, “Dann bekommt der Körper ja zuwenig Eiweiß”. Alle möglichen Gegenargumente fielen mir ein und ich hab’s damit auch abgehakt, aber es blieb ein gewisses Unbehagen. Ich hatte das Gefühl, nicht so ganz ehrlich zu mir selbst zu sein. Der Gedanke: “Sind das nicht alles nur Ausreden?”, wurde immer dringlicher.

Dann bin ich über Empfehlungen im Internet auf “Veganist” von Kathy Freston gestossen, und habe mir – nachdem ich es gelesen hatte – vorgenommen, eine vegane Woche auszuprobieren. Das ist jetzt schon einige Wochen her, im Moment bin ich also von veganer Ernährung weit entfernt :-) Diese Woche hat mir aber einfach wahnsinnig gut getan – vor allem, dass ich keine vegane Schokolade zu Hause hat, war ein gigantischer Vorteil :-) Seitdem recherchiere und lese ich viel darüber, ich suche noch nach der für mich besten Möglichkeit. Ich weiß auch noch gar nicht, ob das wirklich eine reine vegane Ernährung wäre. Im Moment finde ich es gut und wichtig für mich vieles auszuprobieren und zu lesen. Sehr zu empfehlen übringen auch – Atilla Hildmann.

Eine Sache steht schon mal fest: Ich will meine Ernährungsentscheidungen nicht auf Kosten anderer ausleben. Will sagen, wenn andere für mich kochen z.B. wenn ich in der Firma esse, sollen die sich keine Gedanken darüber machen müssen. Betreffen kann das also nur, was ich mir selbst koche – auch noch genug zu tun ….

Frage 2 momentan – können Fleischersatzprodukte wirklich Fleisch ersetzen? Übrigens, wussten Sie, dass Soja für die Tofuproduktion in Europa auch zum größtenteil in Europa angebaut wird? Schon mal gut zu wissen, oder?

Mein erstes Testobjekt: “Vleischkäse” – ein Weizeneiweißprodukt. Verwendet wird also nur das Eiweiß aus dem Weizen. Das ist jetzt nichts neues, entstanden ist diese Variante (der Gluten-verwendung nicht der Vleischkäse!) in buddhistischen Klöstern. Die Mönche sollten sich nämlich auch vegetarisch ernähren. Soja (Tofu) und Gluten (Seitan) sind auch bei uns die Hauptersatzprodukte für Fleisch und Fisch.
Was mir nicht so gut gefällt ist die sonstige Zutatenliste: Raucharoma, Stabilisatoren, Antioxidantien. Gut keine E-Nummern – auch schon mal was!

Zu kaufen gibt’s sowas sicher in jedem Reformhaus und bei uns mittlerweile sogar im Supermarkt! Zubereitet wird er gleich wie gewöhnlicher Fleischkäse, kann also auch angebraten werden. Fürs erste Mal hab ich einfach nur Streifen auf das heiße Gemüse gelegt.

Hm, muss zugeben – für mich hätt’s das jetzt nicht gebraucht. Ich liebe Bohnen und Lauch auch ganz ohne Fleisch. Die Konsistenz war jetzt auch etwas härter, mal schauen, ob sich das ändert, wenn der “Vleischkäse” gebraten wird. Auch der Geschmack ist anders – klar.

Überzeugt mich noch nicht. Aus der momentanen Sicht wär’s für mich immer noch besser, bei den Sachen, die ich mir selbst koche vegan zu bleiben und auf Ersatzprodukte zu verzichten. Ich hab allerdings noch 2 Testobjekte zu Hause – mal schauen, was die bringen…

PS: Bohnen-Lauchgemüse

Lauch in Streifen schneiden. In Olivenöl anbraten , mit Salz, Pfeffer und Rosmarin würzen. Gekochte Bohnen zufügen, mit etwas Milch aufgießen und einkochen lassen.
Die Milch muss nicht unbedingt sein, aber sie macht das Gemüse schön “mollig” – auch ohne Rahm!