Die Ölmühle Fandler – “ein Tropfen Vollkommenheit”

Geschrieben von Marianne am 8. April 2010

Zu Beginn dieser Woche haben wir uns eine kurze Umbau-Auszeit gegönnt und waren in der Steiermark unterwegs. Die Sonne lachte vom Himmel und wir haben die ruhige Zeit genossen. Direkt auf unserem Weg lag die Ölmühle Fandler in Pöllau – einer unserer ersten Biolieferanten, ein langjähriger Partner. Diese Gelegenheit haben wir dann ganz spontan beim Schopf gepackt und haben der Ölmühle einen Besuch abgestattet.

Die Ölmühle besteht seit 1926. (Sie hat also eine um zwei Jahre längere Geschichte als unser Biohotel, das von meinem Urgroßvater 1928 gegründet wurde.) Die Öle werden bis heute im klassischen Stempelpressverfahren hergestellt. Das Ergebnis sind immer 100 % naturreine, hochwertige, kaltgepresse Speiseöle. Sie zeichnen sich durch ihre natürliche Farbe, ihren typischen Geruch und den unverwechselbaren Geschmack aus.

Je nach Geschmack und Verwendung findet so jeder das perfekte Öl – vom klassischen, steirischen Kernöl über das hochwertige Leinöl bis hin zu ausgefallenen Ölen wie zB das Macadamianussöl. Alle Öle werden sowohl konventionell als auch biologisch hergestellt. Das Herstellungsverfahren ist das gleich – den feinen Unterschied macht die Bio-Zertifizierung der Zutaten. Gerne möchte ich Ihnen eine kleinen Geschmack der Vielfalt der Fandler-Öle geben:

Distelöl hat ein kraftvolles Aroma und eignet sich besonders gut zum Verfeinern von Salaten & Gemüse
Erdnussöl hat einen nussig-erdigen Gschmack und passt ideal zu Wokgerichten, zu Nudel- & Gemüsesalaten
Hanföl wird gerne in der Hautpflege eingesetzt. Probieren Sie es auch einmal zu Endivien- & Kartoffelsalat oder zum Verfeinern von Suppen und Aufstrichen.
Haselnussöl hat ein zartes Nougat-Aroma und verfeinert zB Tomatensalat, Spargel, Käse und schmeckt auch herrlich zu Vanilleeis. Auch zum sanften Herausbacken von Palatschinken ist das Öl perfekt geeignet.
Kürbiskernöl – der steierische Klassiker zu Salaten, saurem Rindfleisch, Tafelspitz, Aufstrichen, Eierspeis oder auch zu Vanilleeis.
Leinöl - der Omega-3-Fettsäuren-Hit zum Müsli, zum Verfeinern von Suppen oder ganz einfach zu Pellkartoffeln
Macadamianussöl hat ein zartbuttriges Aroma und passt perfekt zu Blattsalaten oder auch zu Frischkäse. Versuchen Sie es auch einmal zu zartem Fisch.
Mandelöl duftet süßlich und schmeckt nussig, daher harmoniert es wunderbar mit Süßspeisen, Obstsalaten & Fruchtsäften.
Mohnöl sollte man zu Karotten, Erdäpfel oder Spargel versuchen. Auch Caprese harmoniert wunderbar mit Mohnöl.
Olivenöl ist ein wahrer Alleskönner – Salate, Gurken, Tomaten, Nudeln, Schafs- & Ziegenkäse, Suppen, … Man kann es auch leicht erwärmen und zum Dünsten verwenden.
Rapsöl ist eine bernsteinfarbene Köstlichkeit. Suchtpotential hat Endivien-Erdäpfelsalat mit Rapsöl.
Sesamöl ist das perfekte Öl für die asiatische Küche. Am besten erst in die beinahe fertigen Speisen geben – zB zu Wokgemüse, Reis oder Nudeln.
Sonnenblumenöl schmeckt nach Sonne und passt hervorragend zu Salaten.
Walnussöl hat einen intensiv nussigen Geschmack und es harmoniert mit nahezu jeder Salatkreation.
(Quelle: Ölmühle Fandler, Broschüre “Ein Tropfen Vollkommenheit”)

Interessant ist auch die richtige Lagerung der Öle. Hat man sein Öl einmal ausgesucht, sucht man zuhause nach dem richtigen Lagerplatz für die Kostbarkeit. Die Ölmühle Fandler verwendet dunkle, wenig lichtdurchlässige Flaschen, dann die Öle reagieren empfindlich auf Licht und Hitze. Man kann die Öle also zuhause auch ruhig ausserhalb des Schranks stehen lassen, nur dem direkten Sonnenlicht sollte man Sie nicht aussetzen. Dann halten die Öle ca. 1 Jahr (ist ein bißchen abgängig von der Sorte – Olivenöl sogar 1,5 Jahre). Leinöl bildet hier ein bißchen die Ausnahme. Es muss im Kühlschrank aufbewahrt werden – da sonst die wertvollen ungesättigten Fettsäuren oxidieren würden. Das Leinöl ist ausserdem ab der Pressung nur mehr 3 Monate haltbar. Die Ölmühle presst daher wöchentlich frisches Leinöl.

Viele, viele weitere Tipps für den richtigen Genuss gibt es auch auf der Homepage der Ölmühle Fandler – vom der Lagerung über die richtige Temperatur zum Fettsäurerechner bis hin zu einer tollen online Genuss-Kombination. Hier finden Sie mehr dazu …

Wir möchten auf diesem Wege auch Frau Maria Höfler für Ihre interessante Führung danken und natürlich auch der gesamten Ölmühle unter der Leitung von Julia Fandler für die gute jahrelange Zusammenarbeit. Wir freuen uns schon wieder auf die nächste Lieferung der tollen Öle. Leider haben wir keine Kürbiskerne zum Tauschhandel … ;-)

Wir haben beinahe alle Bioöle der Ölmühle Fandler bei uns im Haus. Also einfach bei uns verkosten und dann auch gerne ein paar Fläschen für zuhause mitnehmen. In unserem neuen Shop “Schöne Dinge” haben wir viele Sorten für Sie bereitgestellt.

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